Die prorussischen Separatisten führen im Osten der Ukraine Militärtribunale ein, um sich gegen unliebsame Kritiker in den eigenen Reihen zu wehren. Das verkündeten die Aufständischen auf ihrer Website. Die Tribunale sollen mit dem Recht ausgestattet werden, die Todesstrafe zu verhängen. Der Grund sind demnach interne Streitigkeiten und Zerwürfnisse.

Die Todesstrafe soll bei Vergehen wie Hochverrat und Spionage, Sabotage und Attentate auf die Führung der Separatisten verhängt werden, heißt es. Die Tribunale gelten in der selbst ernannten Volksrepublik Donezk und beziehen sich auf Mitglieder der Separatisten-Armee. Laut der Mitteilung haben sich führende Offizielle auch dafür ausgesprochen, andere schwere Vergehen wie etwa Plünderung künftig hart zu bestrafen.

"Die Einführung der Todesstrafe ist keine Rache, es ist die höchste Form sozialer Sicherheit", sagt demnach Vladimir Antyufeyev, einer der Anführer der Separatisten. 

Die Aufständischen äußerten sich auch zur Struktur der Gerichte. Demnach werden die Militärtribunale aus zwei Teilen bestehen: Feldgerichte und Kriegsgerichte. Die Feldgerichte sind zuständig für die Straftaten von Armeeangehörigen bis zum Rang eines Kompaniechefs. Bei Verbrechen von Bataillonschefs oder Angehörigen höheren Rangs kommen die Kriegsgerichte zum Zug.