Dritter Hilfskonvoi für die Ostukraine aus Russland © Sergei Venyavsky/AFP/Getty Images

In der ostukrainischen Region Donezk ist nach Angaben aus Moskau ein dritter russischer Hilfskonvoi eingetroffen. Die Wasser- und Lebensmittellieferungen seien angekommen und würden entladen, sagte ein Sprecher des russischen Katastrophenschutzministeriums. 

Bei dem Konvoi handele es sich um rund 200 Lastwagen mit 2.000 Tonnen Hilfsgütern. Sie hätten am Morgen im Gebiet Rostow die Grenze zur Ukraine überquert und seien in die Großstadt Donezk gefahren, berichteten russische Agenturen. Demnach passierten die Lastwagen erneut die Grenze ohne Kontrolle ukrainischer Zöllner und ohne Begleitung von Vertretern des Roten Kreuzes.

Die Führung in Kiew hatte zuvor beklagt, keine Informationen über den von Russland angekündigten dritten Konvoi zu haben. Russland hatte erstmals Ende August ohne Zustimmung der ukrainischen Regierung einen Hilfskonvoi in die von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete im Osten der Ukraine geschickt, ein zweiter folgte Mitte September. Die Ukraine und der Westen verurteilten das eigenmächtige Vorgehen Russlands damals.

Bei neuen Gesprächen zum Ukraine-Konflikt in Weißrussland einigten sich die Konfliktparteien in der Nacht auf einen Aktionsplan. Dieser sieht einen Waffenstillstand und die Schaffung einer 30 Kilometer breiten demilitarisierten Zone vor. Über den Status der abtrünnigen Regionen Donezk und Luhansk wurde nicht diskutiert.

Beim vorangegangenen Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe in Weißrussland war am 5. September eine Waffenruhe vereinbart worden, die trotz vereinzelter Gefechte bisher weitgehend eingehalten wurde.