Der von Islamisten in Algerien entführte Franzose ist tot. Ein von einer Islamistengruppe veröffentlichtes Video zeigt die Enthauptung des 55-jährigen Bergführers Hervé Gourdel. In dem Video ist die Geisel vor vier vermummten Männern zu sehen, anschließend wird die Enthauptung gezeigt. Staatschef François Hollande bestätigte den Tod des Mannes.

Der 55-Jährige aus Nizza war am Sonntag von der Islamistengruppe Dschund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats) verschleppt worden, die der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nahesteht. Die Entführer hatten am Montagabend mit der Ermordung der Geisel gedroht, sollte Frankreich nicht binnen 24 Stunden seine Luftangriffe gegen den IS im Irak einstellen.

Staatschef Hollande stellte jedoch klar, Frankreich werde "keiner Erpressung, keinem Druck, keinem Ultimatum" nachgeben. Die französische Armee fliegt seit vergangenem Freitag Kampfeinsätze gegen IS-Stellungen.

Bei der Suche nach dem Mann hatten 1.500 Soldaten die Bergregion Kabylei im Osten Algeriens durchsucht. An der Aktion beteiligt waren algerische Soldaten und Anti-Terror-Spezialeinheiten, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Im Namen der IS-Terroristen waren zuvor zwei US-Journalisten und ein britischer Entwicklungshelfer ermordet worden. Davon stellten die Terroristen ebenfalls Videos mit Hinrichtungsszenen ins Internet. Mit der Ermordung des Franzosen erreicht der IS-Terror erstmals Regionen weitab des Iraks oder Syriens. Die drei bislang ermordeten Geiseln waren allesamt in dem Bürgerkriegsland verschleppt worden.