US-Präsident Barack Obama während seiner Rede © Win McNamee/Getty Images

Der Kampf gegen den "Islamischen Staat" ist nach den Worten von US-Präsident Barack Obama eine gemeinsame Angelegenheit vieler Staaten. Das US-Militär habe auf seinen Befehl hin mit Truppen mehrerer arabischer Nationen Stellungen des IS in Syrien bombardiert, sagte Obama in einer wenige Minuten langen Rede anlässlich des Einsatzes. Beteiligt hätten sich Saudi-Arabien, Jordanien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Von westlichen Partnern sprach er nicht.

Die Angriffe seien Teil seiner Strategie, die er vor einigen Wochen erläutert hatte, sagte Obama. Die USA seien stolz, Schulter an Schulter mit diesen Staaten im Interesse der eigenen Sicherheit handeln zu können:  "Wir sind stärker, wenn wir beieinander stehen."

Die Stärke dieser Koalition zeige: "Der Kampf gegen den IS ist nicht allein Sache Amerikas", sagte Obama. Alle Bürger und Regierungen im mittleren Osten lehnten den IS ab und wollten Frieden.

Die Angriffe würden Zeit brauchen, sagte Obama. Aber er werde "tun, was notwendig ist", um den IS zu besiegen. 

Ziel der Angriffe waren laut Obama auch die zeitweilig in Syrien agierende Al-Kaida-nahe Chorasan-Miliz. Es werde davon ausgegangen, dass die Mitglieder "eliminiert wurden",  sagte ein Sprecher des Pentagon. Das Militär griff demnach die westlich des syrischen Aleppo agierende Gruppe acht Mal an.   

Ziele waren Ausbildungslager, eine Waffen- und Sprengstoffwerkstatt sowie Kommunikationsgebäude und ein Kommandozentrum. Die Chorasan-Gruppe soll von Syrien aus Anschläge geplant und westliche Islamisten als Attentäter rekrutiert haben.

Obama sagte, jeder, der auf die Sicherheit der Vereinigten Staaten ziele, werde sich nicht mehr sicher fühlen können.

Bomber und Marschflugkörper

Das US-Militär und Luftstreitkräfte der Partnerländer hatten in der Nacht die Extremisten mit Kampfjets, Bombern und Marschflugkörpern angegriffen. Laut Angaben syrischer Menschenrechtler starben etwa 120 Dschihadisten, darunter 50 mit Verbindungen zu Al-Kaida.

Die USA hatten Syrien vorab nicht informiert, die Regierung in Damaskus billigte die Angriffe aber im Nachhinein. Der IS drohte mit Vergeltung. 

Auch im Irak gehen die USA gegen den IS vor. Als erstes europäisches Land unterstützt Frankreich die Einsätze und flog in den vergangenen Tagen Angriffe.