Soll in die Ukraine: Bundeswehr-Drohne Luna © Sean Gallup/GettyImages

Eine Gruppe von 14 Fachleuten der Bundeswehr soll in der Ukraine den Einsatz der Überwachungsdrohne Luna prüfen. Damit entspricht die Bundeswehr einem Wunsch der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Die unbewaffneten Soldaten sollen in drei bis fünf Tagen klären, wie viel Personal für den Einsatz der Drohnen vor Ort benötigt wird, welche Schutzmaßnahmen und welche Unterstützung etwa mit Sanitätern oder Logistik notwendig ist. Die Deutschen arbeiten mit mehreren französischen Kollegen zusammen, Frankreich erwägt ebenfalls eine Beteiligung.

Parallel prüfe Deutschland die rechtlichen und technischen Möglichkeiten, wie die Bundeswehr die Mission der OSZE unterstützen könne, hieß es. Von den Ergebnissen der Erkundungsmission hänge ab, ob und in welcher Form sich die beiden Staaten beteiligen. Voraussetzung dafür sei zudem eine positive politische Entscheidung. Zudem müsse die vereinbarte Waffenruhe halten.

Laut Bundeswehrangaben verfügt die Truppe über 87 einsatzfähige Luna-Drohnen. Die Fluggeräte sind unbemannt und haben mehrere Fotokameras und eine Wärmebildkamera. Ein Zweitaktmotor treibt die 40 Kilogramm schwere Drohne an. Der Start erfolgt über ein Katapult, die Landung meist in einem Netz. Die Bilder überträgt sie in Echtzeit an die Bodenstation. Sie kann bis 5.000 Meter hoch fliegen und maximal sechs Stunden in der Luft bleiben.