Die Bundesregierung zeigt Verständnis für die ukrainischen Pläne, entlang der Grenze zu Russland eine Mauer zu bauen. Dies sei "natürlich eine freie Entscheidung der Ukraine", sagte Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz. Wichtig sei, dass keine weiteren Waffen und Kämpfer die Separatisten erreichen können. "Insofern ist das ein Anliegen, das nachzuvollziehen ist", sagte Wirtz.   

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk plant eine rund 2.300 Kilometer lange Mauer. Es solle eine "echte Staatsgrenze" entstehen, sagte Jazenjuk.

In dieser Woche hat die Ukraine bereits mit dem Bau von Befestigungsanlagen an der Grenze begonnen. Dafür sollen 1.500 Kilometer Gräben ausgehoben sowie mehr als 4.000 Unterstände und 8.000 Stellungen für Militärtechnik eingerichtet werden. Geplant seien zwei Verteidigungslinien, die unabhängig von der Mauer seien, teilte die Pressestelle der ukrainischen Anti-Terror-Operation in Kiew mit.  

Russland steht im Verdacht, neben eigenen Truppen auch Waffen zur Unterstützung der Separatisten in das Konfliktgebiet zu schicken. Die Regierung in Moskau bestreitet dies.