Die USA haben gemeinsam mit weiteren Staaten Angriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien begonnen. An den Luftangriffen beteiligten sich mehrere arabische Verbündete der Amerikaner: Bahrain, Jordanien, Saudi Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate.


Die Entscheidung für die Attacken kam laut dem US-Verteidigungsministerium von US-Präsident Barack Obama als Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er habe den Kommandeur des US-Zentralkommandos in Tampa (Florida) autorisiert, die Angriffe in Syrien zu beginnen.

Das US-Militär und die Streitkräfte anderer Länder hätten die Extremisten mit Kampfjets, Bombern und Tomahawk-Raketen angegriffen, teilte Sprecher John Kirby mit. Letztere seien von Kriegsschiffen abgefeuert worden. Der New York Times zufolge wurden auch Kampfdrohnen eingesetzt.

Syriens Regierung wurde nach eigenen Angaben vor dem Beginn der US-Luftangriffe informiert. Die USA hätten den syrischen UN-Botschafter vorab ins Bild gesetzt, teilte das Außenministerium in Damaskus mit.

Schwerpunkt der Angriffe bei Raqqa

Wie die New York Times unter Berufung auf US-Regierungsbeamte berichtete, konzentrierten sich die Luftangriffe auf IS-Stellungen in der nordsyrischen Provinz Raqqa. Weitere Ziele seien entlang der syrisch-irakischen Grenze attackiert worden. Bewohner der Stadt Raqqa berichteten auf Twitter von schweren Explosionen und wiederholten Überflügen von Militärflugzeugen. Raqqa ist eine Hochburg der selbst ernannten Dschihadisten. Auch CNN berichtete, dass Ziele dort attackiert worden seien.

Die USA hatten seit Anfang August bereits fast 200 Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak geflogen und vor zwei Wochen eine Ausweitung der Bombardements auf Syrien angekündigt. Die Regierung in Damaskus hatte daraufhin geäußert, dass jeder Angriff gegen IS-Stellungen auf syrischem Territorium ohne ihre vorherige Zustimmung als Attacke auf den syrischen Staat gewertet würde.