Eine Kämpferin der Volksschutzeinheiten YPG spricht mit jesidischen Frauen an der syrischen Grenze. © Stringer / Reuters

Der US-Geheimdienst CIA ist zu dem Schluss gekommen, dass die Bewaffnung von Rebellen selten erfolgreich ist. Das geht aus einem Bericht der New York Times hervor. Der als geheim eingestuften Studie zufolge haben viele frühere Versuche der CIA, ausländische Kräfte zu bewaffnen, minimale oder gar keine Auswirkungen auf den langfristigen Ausgang eines Konfliktes gehabt. Besonders wirkungslos sei die Bewaffnung von Milizen gewesen, wenn diese ohne direkte Unterstützung der Amerikaner in den Bodenkampf zogen und lediglich mit Waffen versorgt worden waren.

Die CIA-Studie ist offenbar eine von mehreren, die 2012 und 2013 in Auftrag gegeben wurden – zur Hochzeit der Debatte um eine Einmischung der Amerikaner in den Syrien-Krieg. Das Ergebnis der Untersuchungen habe dem Weißen Haus vorgelegen, schreibt die New York Times

Die einzige Ausnahme war dem Bericht zufolge die Bewaffnung afghanischer Mudschaheddin-Kämpfer gegen das von der Sowjetunion errichtete kommunistische Regime. Amerikanische Waffenlieferungen und Training der Guerillakämpfer hätten ohne das direkte Eingreifen der USA zum Ende des Krieges gegen die afghanische Zivilbevölkerung und schlussendlich zum kompletten Rückzug der Sowjets aus Afghanistan geführt. Dabei konnten die Afghanen zusätzlich auf die Unterstützung des pakistanischen Geheimdienstes setzen, heißt es in dem CIA-Gutachten. Zahlreiche der von den USA bewaffneten Mudschaheddin kämpften allerdings später für Al-Kaida und damit gegen die Amerikaner.

Die CIA bewaffnet seit Jahrzehnten immer wieder Aufständische in allen Teilen der Welt – von Angola über Nicaragua bis hin zu Kuba. Trotz der geringen Erfolgsaussichten, die die Studie belegt, soll US-Präsident Barack Obama im April 2013 der CIA die Genehmigung erteilt haben, auf einer Basis in Jordanien ein Programm zur Bewaffnung der syrischen Rebellen zu starten. Die USA unterstützen zudem kurdische Rebellen im Irak mit Waffenlieferungen. Auch Deutschland schickt kurdischen Peschmerga-Kämpfern Waffen und selbige zur Ausbildung an Panzerabwehrwaffen nach Unterfranken.

Die USA und alliierte Staaten wie Saudi-Arabien fliegen zudem Luftangriffe gegen den IS etwa auf die umkämpfte Stadt Kobani. Außerdem sollen bis zu 5.000 Aufständische jährlich für den Kampf gegen die IS-Terrormiliz ausgebildet werden. Den Einsatz von Bodentruppen schließt US-Präsident Obama aber aus.