Kanada schließt seine Grenzen für Menschen aus den von der Ebola-Epidemie betroffenen Ländern. In einer am Freitag im kanadischen Amtsblatt veröffentlichten Mitteilung heißt es, dass Visa-Anträge sowie laufende Visa-Verfahren von Staatsbürgern der von dem Virus betroffenen Länder nicht mehr bearbeitet würden. 

Das Einreiseverbot gilt auch für Angehörige anderer Länder, die sich in den vergangenen drei Monaten in einem der von Ebola betroffenen Länder aufgehalten haben. Die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt 21 Tage. Erst nach Ausbruch der Krankheit sind Infizierte selbst ansteckend.

Damit ist Kanada nach Australien das zweite westliche Land, das eine derart rigorose Maßnahme ergreift. Die Regierung in Canberra hatte aus Angst vor einer Ausbreitung der Epidemie ebenfalls ein Einreisestopp für Menschen aus der von Ebola betroffenen Region verhängt.

Am schwersten von der Epidemie betroffen sind Liberia, Sierra Leone sowie Guinea. In deren Nachbarstaaten waren vereinzelte Ebola-Fälle aufgetreten. Einer aktualisierten Bilanz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge haben sich inzwischen 13.567 Menschen mit Ebola infiziert. 4.951 Infizierte starben demnach an dem Virus.