Nato-Militärflieger © Tony Gentile/Reuters

Die Nato hat umfangreiche russische Luftwaffenaktivitäten in Europa beobachtet. Innerhalb von zwei Tagen seien Langstreckenbomber und Kampfjets zu Manövern über der Ostsee und der Nordsee sowie über dem Schwarzen Meer im Einsatz gewesen, teilte die Allianz mit. Bomber flogen entlang der Norwegischen Küste. Auch nahe Portugal identifizierten Nato-Aufklärer russische Militärflüge. Weitere russische Manöver habe es über dem Schwarzen Meer gegeben, hieß es.

Um die russischen Maschinen abzufangen, seien an vier Orten Nato-Flugzeuge aufgestiegen. Die russischen Maschinen drehten daraufhin ab. An den Aktionen waren neben britischen auch deutsche Eurofighter beteiligt. Sie hätten insgesamt sieben russische Flugzeuge abgefangen, die über dem Finnischen Meerbusen geflogen seien. Die russischen Jets hätten Kurs auf die Ostsee genommen und seien dann in die Region Königsberg geflogen, erklärte das Verteidigungsbündnis. Die Entsendung von Kampfjets ist ein Standardverfahren, wenn sich nicht identifizierte Flugzeuge dem Nato-Luftraum nähern.

Die Flieger befanden sich dabei der Mitteilung nach stets in internationalem Luftraum. Russland habe die Flüge nicht angekündigt. Die Maschinen hätten keinen Kontakt zu zivilen Flugleitstellen aufgenommen und seien ohne Transponder geflogen. Das sei riskant für zivile Flüge in dem Luftraum gewesen, hieß es. 

2014 habe die Nato bereits 100 derartige Vorfälle beobachtet. Das ist den Angaben nach dreimal soviel wie 2013.