Polen will wegen des Ukraine-Konflikts langfristig Tausende Soldaten an seine Ostgrenze verlegen. Dies kündigte Verteidigungsminister Thomasz Siemoniak an.

Mindestens drei Stützpunkte im Osten des Landes würden verstärkt: Bis 2017 soll ihre Kapazität zu 90 Prozent ausgelastet werden – statt wie bisher zu 30 Prozent, sagte der Minister. Gleichzeitig werde auch mehr militärisches Gerät dorthin verlegt.

Derzeit sind die meisten der 120.000 polnischen Soldaten auf Stützpunkten an der Westgrenze des Landes stationiert, ein Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges, als Polen zum Warschauer Pakt gehörte und die Nato als Feind ansah. Mit der Truppenverlagerung wird diese historische Ausrichtung grundlegend verändert.