Wladimir Putin und Angela Merkel (Bild vom Juni 2014) ©Sean Gallup/Getty

Wegen der Ukraine-Krise fallen die deutsch-russischen Regierungskonsultationen in diesem Jahr aus. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Die Gespräche zwischen den Regierungschefs und Ministern beider Länder werden normalerweise parallel zum Petersburger Dialog abgehalten, der Ende des Monats im russischen Sotschi stattfinden soll.

Gegenwärtig sei ein Treffen angesichts des Verhaltens Moskaus nicht sinnvoll, heißt es. Mehrere Nicht-Regierungsorganisationen haben ihre Teilnahme am Petersburger Dialog abgesagt, einem Diskussionsforum der Zivilgesellschaften beider Länder.

Man wolle nicht an der "Aufstellung einer Potemkinschen Fassade namens 'Dialog der Zivilgesellschaften' mitwirken", heißt es in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Unterzeichnet haben das Schreiben unter anderen Greenpeace, die Heinrich-Böll-Stiftung und Amnesty International.

Der Petersburger Dialog wurde im Jahr 2001 vom damaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und vom russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Leben gerufen. Die Jahrestagung findet abwechselnd in Russland und Deutschland statt. Schirmherren sind die beiden jeweiligen Staatschefs. Der Petersburger Dialog wird von politischen und privaten Stiftungen finanziert.