Legalisierung von Cannabis, schärfere Waffenkontrollen, Erhöhung des Mindestlohns: Im Rahmen der Kongresswahlen standen in den USA mehr als 140 Volksentscheide in 41 Staaten an. Die wichtigsten Referenden im Überblick:

Legalisierung von Marihuana

Die Wähler in Alaska und in Oregon stimmten für die Legalisierung von Marihuana. Danach dürfen Bürger ab 21 Jahren in Oregon das Rauschmittel besitzen und bei sich zu Hause vier Cannabis-Pflanzen anbauen, in Alaska sind es maximal sechs Pflanzen. Das regulierte Geschäft mit der Droge als legales Genussmittel wollen die Bundesstaaten nach dem Vorbild von Colorado und Washington besteuern.

Auch in der Hauptstadt Washington D.C. soll Kiffen nun legal werden. 65 Prozent der Bürger stimmten für die Maßnahme und 28 Prozent dagegen. Nach Bundesgesetzen ist Marihuana aber weiter eine illegale Droge. 

Die Abstimmung im Bundesstaat Florida verfehlte die notwendige Mehrheit von 60 Prozent. Der Konsum von Marihuana zu medizinischen Zwecken ist bereits in 23 US-Staaten erlaubt. Die westlichen Bundesstaaten Colorado und Washington hatten den Verkauf von Cannabis-Produkten zum persönlichen Gebrauch bereits vor zwei Jahren in Referenden erlaubt.

Anhebung des Mindestlohns

Präsident Barack Obama will den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 7,25 Dollar (rund 6,10 Euro) pro Stunde erhöhen. Drei Bundesstaaten stimmten nach vorläufigen Ergebnissen dafür: Arkansas, Nebraska und South Dakota. Für Alaska liegen derzeit noch keine eindeutigen Ergebnisse vor. Auch Illinois stimmte für eine Anhebung des Mindestlohns, hier hat das Ergebnis aber keine bindende Wirkung. 

Keine härteren Abtreibungsgesetze

In Colorado scheiterte eine Initiative, die Ungeborene unter den Definitionen Person und Kind ins Strafrecht eingeschlossen hätte – und legale Abtreibungen somit größtenteils ausgeschlossen hätte. 64 Prozent der Wähler lehnten das Gesetz ab. In North Dakota stimmte ebenfalls die Mehrheit der Wähler für die Entscheidungsfreiheit von Schwangeren. In Tennessee hatte die Anti-Abtreibungskampagne zuletzt den Wahlkampf bestimmt. Eine Auszählung des Referendums steht noch aus.

Verschärfung der Waffengesetze scheitert

In Alabama, Missouri und Washington standen verschärfte Kontrollen bei potenziellen Waffenkäufen zur Wahl. In Washington stimmte die Mehrheit dagegen, Käufer von Schusswaffen stärker zu überprüfen.