Das französische Parlament will Palästina als eigenständigen Staat anerkennen. 339 Abgeordnete der Nationalversammlung stimmten für eine entsprechende Resolution – 151 dagegen. Diese ist für die französische Regierung jedoch nicht bindend.

Die Linke setzte den von den Sozialisten eingebrachten Resolutionsantrag gegen den Widerstand des konservativen Lagers durch. Das Votum zeigt, dass europäische Parlamente zunehmend verärgert darüber sind, dass der Nahost-Friedensprozess blockiert ist. 

Ende Oktober hatte Schweden als erstes westliches EU-Mitglied Palästina als Staat anerkannt. Polen, Ungarn und die Slowakei hatten es getan, bevor sie der EU beigetreten waren. Das Unterhaus in London votierte ebenfalls dafür, Palästina anzuerkennen. Mitte November entschied das spanische Parlament, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung den Konflikt befrieden könne. Weltweit haben bisher etwa 130 Länder den Staat Palästina anerkannt.