Nach der islamistischen Anschlagsserie in Frankreich hat Präsident François Hollande in der französischen Bevölkerung deutlich an Ansehen gewonnen: Sein Umfragewert verdoppelte sich und stieg auf 40 Prozent. Das besagt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop-Fiducial für das Magazin Paris-Match und Sud Radio. Die Befragung fand in der Woche nach der Großdemonstration gegen die Attentate auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo in Paris statt.

Hollande war angesichts der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten in den Umfragen auf ein historisches Tief gerutscht. Sein Auftreten nach den Anschlägen in Paris und das Krisenmanagement fanden bei den Franzosen aber breite Zustimmung. Auch die Zustimmungswerte für den sozialistischen Premierminister Manuel Valls stiegen um 17 Punkte auf 61 Prozent.

Noch nie habe es einen solchen Sprung von mehr als 20 Punkten in einer Ifop-Umfrage für einen Staatschef gegeben, sagte der Meinungsforschungschef Frédéric Dabi. Der Umgang des Führungsduos mit der Krise nach den Anschlägen werde gewürdigt. Bereits am Wochenende hatte eine Umfrage für Sud Ouest Dimanche Hollande einen deutlichen Popularitätszuwachs bescheinigt.

Im Dezember war die Zustimmung für Holland auf 19 Prozent gesunken. Das war der schlechteste Wert eines Präsidenten seit Gründung der Fünften Republik und seit Beginn der regelmäßigen Ifop-Umfragen im Jahr 1958. Hollande ist seit Mai 2012 im Amt, seine Beliebtheitswerte fielen seither stetig.