Der Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo mit zwölf Toten hat weltweit bei Staats- und Regierungschefs fassungslose Reaktionen ausgelöst. Ein Überblick:

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bezeichnete den Angriff auf die Redaktion in Paris als Barbarei, die alle Menschen und Europäer treffe. Er sicherte Frankreich die Solidarität der EU-Kommission zu. EU-Ratspräsident Donald Tusk äußerte sich schockiert. "Die Europäische Union steht nach dieser entsetzlichen Tat an der Seite Frankreichs", teilte er mit. "Dies ist ein brutaler Angriff auf unsere Grundwerte, gegen die Redefreiheit, eine Säule unserer Demokratie. Der Kampf gegen den Terrorismus in all seinen Formen muss ohne Unterlass weitergehen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel schrieb in einem Kondolenztelegramm an den französischen Staatspräsidenten François Hollande: "Mit Erschütterung habe ich die Nachricht von dem niederträchtigen Anschlag auf die Zeitungsredaktion in Paris erhalten." Sie wolle in diesen Stunden des Schmerzes die Anteilnahme der Menschen in Deutschland "und mein ganz persönliches Mitgefühl ausdrücken sowie den Hinterbliebenen der Opfer mein aufrichtiges Beileid übermitteln". Merkel schrieb weiter: "Diese abscheuliche Tat ist nicht nur ein Angriff auf das Leben französischer Bürgerinnen und Bürger und die innere Sicherheit Frankreichs." Sie stelle auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, der durch nichts zu rechtfertigen sei. Deutschland stehe eng an der Seite "unserer französischen Freunde".

Der britische Premier David Cameron verurteilte den Anschlag. "Die Morde in Paris sind ekelerregend", twitterte Cameron. "Wir stehen an der Seite des französischen Volks im Kampf gegen Terror und beim Verteidigen der Pressefreiheit."

Italiens Regierungschef Matteo Renzi twitterte, die Gewalt werde immer verlieren gegen die Freiheit und die Demokratie. Renzi drückte Hollande zudem seine "Nähe in diesem schrecklichen Moment" aus.  

Putin und Obama verurteilen Attentat

Russlands Präsident Wladimir Putin drückte sein "tiefes Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer und auch für die Menschen von Paris und alle Franzosen" aus. "Moskau verurteilt scharf jede Form von Terrorismus", sagte Putin.

Die USA verurteilten den Anschlag "auf das Schärfste". "Frankreich ist der älteste Verbündete Amerikas und es steht Schulter an Schulter mit den Vereinigten Staaten im Kampf gegen Terroristen, die unsere gemeinsame Sicherheit in der Welt gefährden", teilte US-Präsident Barack Obama mit. Er habe seine Sicherheitskräfte angewiesen, jede Hilfe zur Verfügung zu stellen, "um diese Terroristen vor die Justiz zu bringen".

Hollande spricht von Terroranschlag

Präsident François Hollande sprach von einem "Terroranschlag", die Regierung rief für den Großraum Paris die höchste Terrorwarnstufe aus. Charlie Hebdo ist für ihre provokanten Mohammed-Karikaturen bekannt, die Täter riefen nach Angaben von Zeugen: "Wir haben den Propheten gerächt."

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilte mit: "Dies war eine barbarische Tat und ein abscheulicher Angriff auf die Pressefreiheit." Terrorismus in all seinen Arten und Erscheinungsformen könne niemals toleriert oder gerechtfertigt werden." In einer Erklärung fügte Stoltenberg hinzu, die Nato-Verbündeten hielten im Kampf gegen Terrorismus zusammen. "Wir stehen in voller Solidarität bei unserem Verbündeten Frankreich."

Auch das Königreich Saudi-Arabien verurteilte den Anschlag in Paris. Der Angriff sei ein "feiger Terrorakt, der durch die Religion des Islam und alle anderen Religionen abgelehnt wird", sagte ein Sprecher des saudischen Königshauses.

Die Arabische Liga mit Sitz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo verurteilte den Anschlag "mit Schärfe". Die Al-Ashar-Universität als wichtige Autorität des sunnitischen Islam beklagte einen "kriminellen Angriff" und betonte, dass "der Islam jede Gewalt anprangert".