Die Terrorgruppe Boko Haram hat während der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria mehrere Anschläge verübt. Im Nordosten des Landes starben mehr als 40 Menschen, darunter ein Abgeordneter. Die Islamisten attackierten Wahllokale, zerstörten Wahlunterlagen.

Ungeachtet der Angriffe nahmen Millionen Nigerianer an der Wahl teil. Diese wurde wegen Stromausfällen und technischen Pannen um einen Tag verlängert. So konnte am Sonntag in 300 der 150.000 Wahllokale noch abgestimmt werden, unter anderem in Lagos.

Es könnte ein knappes Ergebnis geben – erstmals in der Geschichte Nigerias. Amtsinhaber Goodluck Jonathan und der frühere Militärdiktator Muhammadu Buhari haben ersten Prognosen zufolge beide eine Chance, die Wahl zu gewinnen. Neben dem Präsidenten werden auch 360 Parlamentsabgeordnete gewählt.

Die Armee des Landes griff unterdessen Kämpfer von Boko Haram nahe der Stadt Baruchi an. Soldaten und zwei Kampfjets seien eingesetzt worden. Zeugen berichten, dass die Islamisten mit 20 Fahrzeugen in ein Dorf nahe der Stadt eingezogen seien. Die Terrorgruppe Boko Haram kämpft vor allem im Nordosten Nigerias für einen islamistischen Staat.