Die Republikaner Ted Cruz (l.) und Donald Trump nach dem Ende ihrer TV-Debatte in Las Vegas © Mike Blake/Reuters

Der konservative republikanische Senator Ted Cruz will Präsident der USA werden. Als erster Republikaner hat der Texaner offiziell seine Kandidatur verkündet. "Ich trete für die Präsidentschaftswahlen an und ich hoffe, Ihre Unterstützung zu bekommen!", erklärte der Politiker in der Nacht auf Twitter. Um die USA wieder "groß" zu machen, werde eine "neue Generation mutiger Konservativer" gebraucht. Er selbst sei bereit, "den Kampf anzuführen".

Der 44-Jährige ist seit 2012 Senator im Bundesstaat Texas und ein Liebling des erzkonservativen Tea-Party-Flügels. Auch mehrere Parteikollegen dürften ihre Kandidatur in den kommenden Wochen starten. 

Cruz war erst 2013 in den Senat eingezogen. Seither profiliert er sich als kompromissloser Konservativer, der sich sowohl mit den Demokraten von Präsident Barack Obama als auch mit der eigenen Partei anlegt. Er hat angekündigt, Obamas Gesundheitsreform rückgängig zu machen und die für die Steuererhebung zuständige Behörde IRS abzuschaffen. Auch das Bildungsministerium will er auflösen.

Cruz verteidigt das per amerikanischer Verfassung garantierte Grundrecht auf Waffenbesitz, will Steuern auf Bundesebene abschaffen und die Befugnisse der Umweltschutzbehörden stark beschneiden.

Jeb Bush hat beste Chancen

Die US-Präsidentschaftswahl findet 2016 statt. Als aktueller Favorit der Republikaner im Rennen um das Weiße Haus wird Jeb Bush gehandelt, der Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush. Er hatte im Dezember bereits erste Weichen für eine Kandidatur gestellt. Erfolgsaussichten bei den Republikanern werden auch dem Augenarzt Rand Paul aus Kentucky und Scott Walker, Gouverneur von Wisconsin, zugesprochen.

Bei den Demokraten wird die ehemalige First Lady und Außenministerin Hillary Clinton als mögliche Präsidentschaftskandidatin gehandelt. Noch hat Clinton ihre Entscheidung über eine erneute Bewerbung aber nicht bekanntgegeben.

Das Meinungsforschungsinstitut Rasmussen Reports hatte Anfang März die Chancen verschiedener Republikaner-Kandidaten gegen Clinton verglichen. Jeb Bush unterlag der früheren US-Außenministerin mit 36 zu 45 Prozent, Walker dagegen nur mit 41 zu 46.