Einer der mutmaßlichen Verantwortlichen des tödlichen Anschlags auf das Nationalmuseum in Tunis ist während eines Anti-Terroreinsatzes getötet worden. Das teilte Tunesiens Ministerpräsident Habib Essid mit. Der Einsatz habe in der Region Gafsa nahe der algerischen Grenze stattgefunden.

Der Mann sei Chaled Chaieb gewesen – ein bekannter Kämpfer, der für den nordafrikanischen Ableger von Al-Kaida gekämpft habe, sagte Essid weiter. Er werde verdächtigt, den Angriff auf das Museum angeführt oder maßgeblich geplant zu haben.

Während des Anschlags am 18. März waren 21 Menschen getötet worden, unter ihnen vor allem Touristen. Sicherheitskräfte erschossen zwei Attentäter. Präsident Béji Caïd Essebsi hatte vergangene Woche gesagt, ein Dritter Täter sei auf der Flucht. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).