Auf die Operation "Sturm der Entschlossenheit" soll die Operation "Wiederherstellung der Hoffnung" folgen: Nach vierwöchigen Luftangriffen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen hat die arabische Militärkoalition das Ende ihres Einsatzes bekannt gegeben. Der Einsatz sei "auf Bitten der jemenitischen Regierung und des Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi" beendet worden, sagte der Sprecher der Militärkoalition, General Ahmed Assiri. Militärische Ziele seien erreicht worden.

Mit der neuen Operation kündigte Saudi-Arabien eine neue Phase des Militäreinsatzes im Nachbarland an. Nun beginne die politische Phase des Einsatzes. Evakuierungen sollen abgesichert, weitere Huthi-Vorstöße verhindert und Zivilisten geschützt werden. Die Seeblockade werde aufrechterhalten, erklärte Assiri. Die Rebellen stellten laut Assiri keine Gefahr mehr für die Zivilisten dar. Er schloss künftige Luftangriffe auf die Rebellen aber nicht aus.

Der saudische König Salman hatte zuvor die Mobilisierung der Nationalgarde für mögliche Bodeneinsätze im Jemen angeordnet. Die Mobilisierung der saudischen Nationalgarde nährte zunächst Erwartungen, dass Riad zu einer Bodenoffensive übergehen könnte. Saudische Truppen könnten aber auch dazu eingesetzt werden, um die südliche Metropole Aden und ihre Hafenanlagen zu sichern.

Die USA verstärken nach Medienberichten aus Sorge vor iranischen Waffenlieferungen an die schiitischen Huthi-Rebellen ihre Flotte vor der jemenitischen Küste. Das US-Militär habe den Flugzeugträger Theodore Roosevelt sowie einen Lenkwaffenkreuzer zum Golf von Aden geschickt, um die amerikanische Präsenz dort auszubauen, berichtete die New York Times unter Berufung auf Regierungsbeamte.

Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armee-Einheiten liefern sich seit Wochen Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die südliche Hafenstadt Aden floh. Die von Riad angeführte Militärkoalition fliegt seit dem 26. März Angriffe im Jemen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bei den Gefechten im Jemen in den vergangenen vier Wochen fast tausend Zivilisten und Kämpfer getötet und etwa 3.500 weitere verletzt.