Zur Vertiefung ihrer militärischen Zusammenarbeit in Krisenzeiten haben Russland und China eine gemeinsame Marineübung im Mittelmeer begonnen. Bei einer Eröffnungszeremonie liefen zehn Kriegsschiffe aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nahe der Halbinsel Krim aus, wie Agenturen berichteten. 

"Die Übung richtet sich nicht gegen eine Dritte Partei und hängt nicht mit der politischen Lage in der Region zusammen", sagte Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow. Ziel der zehntägigen Übung (bis 21. Mai) sei es, Maßnahmen zum Schutz der Schifffahrt zu entwickeln. Ein weiteres gemeinsames Seemanöver der beiden Staaten ist im August im Japanischen Meer geplant.

In Zeiten der Krise zwischen dem Westen und Russland wegen des Ukraine-Konflikts gilt die Übung als Signal, dass Moskau in Peking einen mächtigen Verbündeten hat. Russland wirbt offen für eine enge wirtschaftliche und militärische Partnerschaft mit China.

Bei der Militärparade zum 70. Jahrestag des Siegs der Sowjetunion über Hitler am Samstag in Moskau saß der chinesische Staatschef Xi Jinping als einer der Ehrengäste neben Kremlchef Wladimir Putin. Auch chinesische Soldaten marschierten bei der Waffenschau über den Roten Platz. Viele westliche Politiker boykottierten die Siegesfeier.