Der Landeshauptmann der Steiermark, Franz Voves (links, SPÖ), und der Spitzenkandidat der FPÖ, Mario Kunasek, vor einer Fernsehdebatte © REUTERS/Heinz-Peter Bader

Bei zwei Landtagswahlen in Österreich hat die rechte FPÖ laut Hochrechnungen deutliche Zugewinne erzielt. In der Steiermark kann sie ihren Stimmenanteil fast verdreifachen und liegt mit rund 27 Prozent praktisch gleichauf mit sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP. Im Burgenland verdoppelte die FPÖ ihre Wählerzahl nahezu.

Als Hauptgrund der Stimmenverschiebung sehen Beobachter die ausländerfeindliche Kampagne der FPÖ – speziell in der Steiermark, wo sie mit Slogans wie "Fremd im eigenen Land" und "Neue Wohnungen statt neue Moscheen" um Stimmen warb. Die in Graz regierende rot-schwarze Koalition hatte darauf gesetzt, dass ihr Reformkurs bei den Wählern verfängt. Stattdessen verbuchten beide Volksparteien laut Hochrechnungen Verluste um die zehn Prozentpunkte.

Den beiden Landtagswahlen folgen bis zum Herbst noch zwei weitere, unter anderem in Wien. Die Wahlen sind auch der bisher umfassendste Stimmungstest für die seit 18 Monaten amtierende rot-schwarze Bundesregierung.