Syrische Kinder in einem jordanischen Flüchtlingslager (Archiv) © Muhammad Hamed/Reuters

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) hat mehr Hilfen für die ärmsten Kinder auf der Welt gefordert. Sonst würden Millionen Kinder durch vermeidbare Ursachen sterben und chronisch unterernährt sein, heißt es in dem Unicef-Bericht "Progress for Children" (Fortschritt für Kinder). Er bezieht sich auf die im Jahr 2000 von den Politikern vereinbarten sogenannten Millenniumsziele zur weltweiten Bekämpfung von Armut bis 2015. "Das Leben und die Zukunft der am stärksten benachteiligten Kinder zählt – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familien, ihre Gemeinden und ihre Gesellschaft", sagte Unicef-Chef Anthony Lake.

Fast 70 Millionen Kinder werden dem Bericht zufolge in den kommenden 15 Jahren noch vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Ursachen sterben, wenn die internationale Gemeinschaft ihnen nicht hilft. Weitere 119 Millionen Kinder weltweit werden ohne Unterstützung an chronischer Mangelernährung leiden. Derzeit sterben jedes Jahr fast sechs Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Krankheiten.

Aber es gibt auch Fortschritte: In den vergangenen 25 Jahren wurde die Kindersterblichkeit nach Angaben von Unicef von weltweit 12,7 Millionen Kindern pro Jahr auf fast 6 Millionen mehr als halbiert. Zudem leiden weltweit deutlich weniger Kinder unter Mangelernährung und deutlich mehr Kinder besuchen eine Grundschule. Unicef-Direktor Lake erklärte, durch die Millenniumsziele sei ungeheuer viel erreicht worden. Aber es zeige sich auch, wie viele Kinder vernachlässigt würden.