Bei Kämpfen im Osten der Ukraine sind innerhalb der letzten 24 Stunden sechs Soldaten getötet und 14 weitere verletzt worden. Das berichtete der Sprecher der ukrainischen Armee, Andrej Lyssenko, in Kiew. Die Soldaten seien im Artilleriebeschuss von Separatisten sowie durch Landminen ums Leben gekommen. Besonders angespannt sei die Lage rund um die Separatistenhochburg Donezk.    

Die prorussischen Separatisten warfen dem ukrainischen Militär vor, ein Dorf bei Donezk unter Beschuss genommen zu haben. Dabei seien zwei Zivilisten verletzt worden. 

In der Ostukraine kommt es trotz der vor vier Monaten beschlossenen Waffenruhe immer wieder zu Zusammenstößen. Nach Einschätzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten sich die Kämpfe zuletzt erheblich verschärft. Die Organisation spricht von einer Eskalation.

Seit Beginn der Kämpfe im April 2014 sind in der Ostukraine nach UN-Angaben mehr als 6.400 Menschen getötet worden.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko beriet sich mit US-Vizepräsident Joe Biden in einem Telefonat über das weitere Vorgehen, sollte sich die Lage in der Ostukraine weiter verschlechtern. Poroschenko bat die USA erneut um militärische Hilfe für den Kampf gegen die Separatisten.