Serbiens Premierminister Aleksandar Vučić hat Flüchtlingen aus seinem Land den Asylbewerber-Status abgesprochen. "Die wollen nur deutsches Geld", sagte Vučić der Süddeutschen Zeitung. Serbien würde alles tun, um den Lebensstandard im Land zu verbessern. 

Bei den meisten Flüchtlingen aus Serbien handele es sich um Roma. Dabei hätten sie "keine politischen Gegner" in Serbien. Trotzdem sei die Situation der Roma schwierig, weil sie "traditionell sehr arm" seien. Andere, etwa politische Gründe gebe es für die vergleichsweise hohe Anzahl der Roma-Flüchtlinge nicht. "Wir sind keine Rassisten und keine Nationalisten", sagte Vučić.

Serbien gilt neben Mazedonien und Bosnien und Herzegowina in Deutschland seit Ende des letzten Jahres als "sicheres Herkunftsland" auf dem Balkan. Asylanträge von Bürgern aus solchen Ländern werden in der Regel als offensichtlich unbegründet abgelehnt, da in solchen Staaten eine politische Verfolgung als ausgeschlossen gilt.

In Deutschland wird aktuell eine Ausweitung der Regel auf Albanien, Montenegro und den Kosovo diskutiert. Die Forderung wird insbesondere in der Union seit Langem unterstützt. Zuletzt zeigte sich auch die SPD offen für den Vorschlag.