Eine Solaranlage in North Carolina, die das Rechenzentrum des Computerkonzerns Apple versorgt © dpa

Die US-Regierung hat mehr als ein Dutzend Großunternehmen für den Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet. Das Weiße Haus teilte am Montag mit, dass US-Konzerne wie Apple, Coca Cola und General Motors Zusagen für die Reduzierung des Treibhausgasausstoßes in ihren Werken gemacht hätten. Außerdem wollen die Unternehmen den Angaben zufolge mit Investitionen die Voraussetzungen für eine kohlenstoffarme Wirtschaft schaffen.

US-Präsident Barack Obama hat den Kampf gegen die Erderwärmung zu einer Priorität seiner Regierung erklärt, im Kongress stößt er aber auf den Widerstand der Republikaner. Mit der jüngsten Initiative bindet Obama die US-Wirtschaft in die Vorbereitung der Weltklimakonferenz ein. Bei dem Gipfel Ende des Jahres in Paris soll ein globales Klimaabkommen verabschiedet werden, um die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Dazu sollen alle Staaten freiwillige Ziele zur Minderung des CO2-Ausstoßes zunächst bis 2030 festlegen.

An der Initiative nehmen die Technologiekonzerne Apple, Google und Microsoft, der Aluminiumkonzern Alcoa, die Getränkeriesen Coca Cola und Pepsi, der Autobauer General Motors, die Geldhäuser Bank of America und Goldman Sachs, der Energieversorger Berkshire Hathaway Energy, der Nahrungs- und Futtermittelkonzern Cargill, der Einzelhandelsgigant Walmart sowie das Logistikunternehmen UPS teil.

Vertreter der 13 Konzerne machten ihre Zusagen bei einem Treffen mit Außenminister John Kerry am Montag offiziell. Mindestens 140 Milliarden Dollar (127 Milliarden Euro) sollen so in den kommenden Jahren in den Aufbau einer kohlenstoffarmen Wirtschaft fließen, hieß es aus Regierungskreisen in Washington. Außerdem seien zusätzliche 1.600 Megawatt an Kapazitäten für erneuerbare Energien geplant. Jedes Unternehmen habe sich "ambitionierte Ziele" gesetzt, die Emissionen sollen dabei um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.