Deutschland und Brasilien haben eine enge Zusammenarbeit für den Klimaschutz vereinbart. Bei den Regierungskonsultationen in Brasília sicherte die deutsche Seite Brasilien nach Angaben aus Regierungskreisen Gelder in Höhe von rund 550 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre zu. Demnach soll das Geld zur Förderung von erneuerbaren Energien und zum Schutz des Tropenwaldes genutzt werden. 

Die gemeinsamen Projekte sollen Brasilien unter anderem bei dem Ziel unterstützen, die Rodung des Tropenwaldes bis 2020 auf Null zu reduzieren. Bei einem Großteil der Mittel handelt es sich um Entwicklungskredite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die von Brasilien mit Eigenbeträgen ergänzt werden.

Das Dokument für die Klimazusammenarbeit soll am Donnerstag in Brasília unterzeichnet werden, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einer ganzen Reihe von Ministern zu Besuch ist. Merkel hob vor Ort die Bedeutung des Regenwaldschutzes hervor. "Wir sind sehr zufrieden, dass es sehr ambitionierte Entwicklungen gibt, was den Stopp und die Reduktion der Abforstung anbelangt", sagte die Bundeskanzlerin. Dies sei "der Schlüssel" für die gesamten Klimaziele Brasiliens. 

In der Klimaschutzerklärung wird auch der Ausstieg Brasiliens aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas bis Ende des Jahrhunderts festgehalten. Damit folgt das Schwellenland den G-7-Staaten.

"Die Klimaerklärung ist ein großer Schritt nach vorne", hieß es aus deutschen Regierungskreisen in Brasília. Erstmals bekenne sich ein G-20-Mitglied außerhalb der G 7 zu dem Ausstiegsziel. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte vor den Regierungskonsultationen mit ihrer brasilianischen Amtskollegin Izabella Teixeira über eine entsprechende Vereinbarung verhandelt.