Der syrische Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida, die Al-Nusra-Front, will sich aus Gebieten zurückziehen, die künftig zu einer Sicherheitszone an der Grenze zur Türkei gehören sollen. Die Kontrolle über zwei in der Nähe der Grenze liegende syrische Dörfer sei an andere Gruppierungen übergeben worden, sagte ein Al-Nusra-Sprecher.

Zur Begründung hieß es, die Al-Nusra-Front habe kein Interesse daran, eine Rolle in einer von der Türkei unterstützen Militäroperation zu spielen. Ihre Milizen würden daher ihre Stellungen im Norden der Provinz Aleppo verlassen und syrische Regierungstruppen sowie den "Islamischen Staat" (IS) in anderen Teilen des Landes bekämpfen. Der Türkei warf die Gruppe vor, mit ihrem militärischen Vorgehen ausschließlich nationale Interessen zu verfolgen, statt etwa effektiv gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad vorzugehen.

Die Türkei und die USA hatten sich Ende Juli darauf verständigt, den IS aus dem Grenzgebiet vertreiben zu wollen. Der IS kontrolliert gegenwärtig einen etwa 70 Kilometer langen Streifen in Nordsyrien.

Die Nusra-Front ist eine von mehreren Rebellengruppen, die in Syrien gegen Assad und dessen Armee und in Teilen auch gegen den IS kämpfen. Die Gruppen sind untereinander aber teilweise verfeindet. So bekämpft die Nusra-Front etwa auch die Kurden in Syrien.