Trotz des Medienrummels um angeblich frauenfeindliche Aussagen hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bei den US-Wählern an Zustimmung gewonnen. 24 Prozent der republikanischen Wähler würden eine Kür des Immobilienunternehmers zum Präsidentschaftskandidaten unterstützen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Nachrichtensender CNN und das Institut ORC durchgeführt haben. Seit der letzten Umfrage vor einem Monat legte Trump bei dieser Frage um sechs Prozentpunkte zu.

An zweiter Stelle steht laut der Umfrage der ehemalige Gouverneur von Florida, Jeb Bush, mit 13 Prozent, gefolgt von Ben Carson mit 9 Prozent.

Die republikanischen Wähler vertrauen Trump vor allem in Wirtschaftsfragen und beim Thema illegale Einwanderung. Erst vor wenigen Tagen hatte Trump ein Positionspapier veröffentlicht, in dem er eine Grenzmauer zu Mexiko fordert, um illegale Einwanderer abzuschrecken.

Bessere Chancen mit anderem Kandidaten

Mehr als die Hälfte der Befragten hat laut der Umfrage eine positive Meinung von dem 69-jährigen Milliardär. Ebenso viele potenzielle Wähler der Republikaner – nämlich 58 Prozent – sagen allerdings, die Partei hätte mit einem anderen Kandidaten eine bessere Chance, die Präsidentenwahl im November 2016 zu gewinnen.

Die Umfrage ist die erste landesweite Erhebung seit der im TV übertragenen Diskussionsrunde der republikanischen Präsidentschaftsbewerber vor knapp drei Wochen. Trump hatte anschließend mit bizarren Bemerkungen über die Moderatorin für Aufregung gesorgt. Er beleidigte Megyn Kelly, indem er ihr indirekt Menstruationsprobleme vorwarf. Mehrere Republikaner gingen anschließend auf Distanz zu ihm.