Die US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton und ihr Mann Bill haben von 2007 bis 2014 rund 141 Millionen Dollar (etwa 128 Millionen Euro) verdient. Sie zahlten darauf im Schnitt rund 40 Prozent Steuern. Dies geht aus Steuerunterlagen hervor, die Hillary Clintons Wahlkampfbüro am Freitag veröffentlicht hat. 

Die demokratische ehemalige Außenministerin und First Lady will Präsidentin der USA werden. Der Nachfolger Barack Obamas wird im November 2016 gewählt

Den nun veröffentlichten Unterlagen zufolge zahlten Hillary und Bill Clinton in dem betreffenden Zeitraum mehr als 43,8 Millionen Dollar Bundessteuern. Hinzu kamen weitere rund 13,6 Millionen Dollar Einkommensteuern auf den Ebenen der Gemeinden und Bundesstaaten. Zudem spendeten sie seit 2007 fast 15 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke. Das sind demnach etwa zehn Prozent ihres Einkommens.

Hillary Clinton sprach sich bei der Veröffentlichung der Steuerdaten für eine Steuerreform aus. Als Erstes müsse der Mittelstand entlastet werden, sagte sie. "Zweitens müssen diejenigen an der Spitze ihren gerechten Anteil zahlen." Es dürfe keine Schlupflöcher geben, die es Millionären erlaube, weniger Steuern zu zahlen als ihre Sekretäre. Drittens dürfe das Steuerrecht nicht Unternehmen belohnen, die Gewinne und Arbeitsplätze nach Übersee verlagerten. 

Mehr als ein Jahr vor der Wahl veröffentlichte Clinton zudem Angaben über ihren Gesundheitszustand. Ihre Ärztin bescheinigte der 67-Jährigen, sie sei gesund und fit. Sie leide lediglich an einer Schilddrüsenunterfunktion und Pollenallergie. "Sie ist in exzellenter gesundheitlicher Verfassung und fit, als Präsidentin der Vereinigten Staaten zu dienen", wird die Internistin Lisa Bardack zitiert. 

Ende 2012 habe die damalige Außenministerin nach einem Sturz zeitweise an Gehirnerschütterung und Thrombose gelitten. Zeitweise habe sie doppelt gesehen und eine Spezialbrille getragen. Sie sei aber vollständig genesen, erklärte die Ärztin.

Clinton gilt als Favoritin auf die Kandidatur der Demokraten. Der Reichtum und das Einkommen der Bewerber stoßen in den USA auf breites öffentliches Interesse. Das gilt insbesondere für Clinton, die explizit die Mittelschicht und Themen wie soziale Gerechtigkeit ins Zentrum ihres Wahlkampfes rückt.