Erstmals hat Frankreich die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien bombardiert. "Wir werden jedes Mal zuschlagen, wenn unsere nationale Sicherheit auf dem Spiel steht", teilte die französische Regierung dazu mit. Gleichzeitig mahnte das Präsidialamt "eine umfassende Lösung" der Krise an.  

Bislang flog Frankreich nur im Irak Luftangriffe gegen den IS. Angriffe in Syrien lehnte die Regierung in Paris ab, weil sie fürchtete, auf diese Weise ungewollt die Position des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stärken, dem der Westen schwere Menschenrechtsverletzungen vorwirft. Seit mehr als zwei Wochen fliegt die französische Luftwaffe aber bereits Aufklärungseinsätze über Syrien. Der IS kontrolliert jeweils etwa ein Drittel Syriens und des Iraks.

Die Luftangriffe in Syrien hatte Hollande angekündigt, weil immer mehr Menschen vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Europa fliehen. Die syrische Bevölkerung müsse vor der Gewalt der Islamisten ebenso geschützt werden wie vor "den mörderischen Bombenangriffen von (Präsident) Baschar al-Assad", hieß es. "Es ist dringlicher denn je, einen politischen Übergang zu schaffen, der Elemente des Regimes und der gemäßigten Opposition (...) verbindet." Ob Assad selbst dazu gehören könnte, wurde nicht ausdrücklich erwähnt; der französische Präsident François Hollande hatte bisher den Sturz des Assad-Regimes angestrebt.