Nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israel Luftangriffe auf Ziele in dem Palästinensergebiet geflogen. In der Nacht seien zwei Ausbildungslager der radikalislamischen Hamas beschossen worden, berichteten Augenzeugen. Es sei niemand verletzt worden. Am Vorabend waren mindestens zwei Raketen von Extremisten aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert worden. Die eine beschädigte einen Bus, die andere wurde vom israelischen Abwehrsystem abgeschossen.

Die in dem Küstenstreifen regierende Hamas wird dort zunehmend von anderen radikalen Gruppen herausgefordert, die für die Angriffe auf Israel verantwortlich gemacht werden. Der anhaltende Beschuss Israels mit Tausenden von Raketen hatte den Gaza-Krieg vor einem Jahr ausgelöst.

Die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern haben sich zuletzt wieder verschärft. Am Freitag kam es in Jerusalem erneut zu Konfrontationen zwischen Steine werfenden Jugendlichen und israelischen Sicherheitskräften. Mehrere Palästinenser und Grenzpolizisten wurden nach Angaben des israelischen Rundfunks und Sanitätern bei verschiedenen Zwischenfällen verletzt.

Aus Sorge vor neuer Gewalt hatte Israel nur Männern über 40 das Gebet auf dem Tempelberg in Jerusalems Altstadt erlaubt. Die Palästinenser befürchten, Israel wolle mehr Kontrolle über die Stätte erlangen, die Muslimen und Juden heilig ist. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine härtere Gangart gegen randalierende Palästinenser angekündigt.