Die russischen Luftangriffe treffen die Bevölkerung in Syrien hart. © Beha El-Halebi/Anadolu Agency/Getty Images

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind knapp einen Monat nach dem Beginn der russischen Luftangriffe in Syrien mindestens 120.000 Menschen aus den Provinzen Aleppo, Hama und Idlib vertrieben worden. Russland fliegt in Zentral- und Nordsyrien seit Ende September Luftangriffe, moderate und radikale Rebellen kämpfen in dem Gebiet gegeneinander.

Die von den Angriffen betroffenen Einwohner sind nahe ihrer Heimatorte geblieben oder in Flüchtlingslager an der türkischen Grenze geflohen. Russland war zuletzt immer wieder vorgeworfen worden, durch seine militärische Intervention die Macht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu sichern. Neben den Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatten die Luftangriffe russischer Kampfjets auch Stellungen der Rebellen getroffen.  

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte vor einigen Tagen, dass in Zukunft die Rebellen der Freien Syrischen Armee ebenfalls Unterstützung aus Russland erhalten würden. Lawrow sagte, eine Abstimmung über Präsident und Parlament sei für Syriens Zukunft elementar. Russland wolle sich in Syrien in Zukunft besser mit den USA abstimmen.

Der syrische Bürgerkrieg dauert seit 2011 an. Bisher sind mindestens 250.000 Menschen getötete worden, Millionen Syrer sind geflohen. Die russische Regierung hat eigenen Angaben zufolge knapp 900 Flugangriffe beendet und dabei 819 terroristische Ziele eliminiert. Oppositionsnahe Organisationen in Syrien sprechen von fast 450 zivilen Opfern.