US-Präsident Barack Obama und der saudische König Salman beim G20-Gipfel in der Türkei am 15. November 2015 © Jonathan Ernst/Reuters

Die USA verkaufen für 1,3 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) Bombenmaterial an Saudi-Arabien. Die Regierung in Washington habe grünes Licht für den Deal gegeben, teilte das US-Außenministerium mit. Durch die Lieferungen, die unter anderem lasergelenkte Bomben umfassten, würden die Waffenarsenale für saudi-arabische Anti-Terror-Operationen wieder aufgefüllt, hieß es.

Eine von der Regierung in Riad geführte Militärkoalition geht im Jemen seit Monaten gegen die schiitischen Huthi-Rebellen vor, die Teile des Landes unter ihrer Kontrolle haben. Auch Separatisten und sunnitische Extremisten sind an dem Konflikt auf der arabischen Halbinsel beteiligt.

Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen werfen der von Saudi-Arabien geführten Koalition indessen vor, unschuldige Zivilisten zu töten.

US-Außenamtssprecher Mark Toner sagte, dass die Huthi-Rebellen damit aufhören müssten, saudi-arabische Bürger und saudi-arabisches Territorium zu attackieren. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung der USA für die UN-Friedensbemühungen. Zuvor hatte die US-Regierung erklärt, dass alle Konfliktparteien im Jemen zivile Opfer vermeiden müssten.

Wann genau die Bomben an Saudi-Arabien ausgeliefert werden, ist noch unklar. Der US-Kongress wurde über den Waffendeal mit den Saudis informiert und verfügte ein 30-tägiges Moratorium zum Rüstungsgeschäft.