Der Iran hat einen wichtigen Teil seiner Verpflichtungen aus dem Atomabkommen erfüllt. Das Land habe etwas mehr als elf Tonnen schwach angereichertes Uran nach Russland gebracht, sagte US-Außenminister John Kerry in Washington. Damit habe der Iran einen großen Schritt in Richtung der Erfüllung der Vereinbarungen gemacht.

Das Atomabkommen, das im Juli nach langen Verhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland in Wien geschlossen wurde, erlaubt dem Iran die friedliche Nutzung der Atomenergie. Der Iran wird deswegen 137 Tonnen "Yellowcake" aus Russland einführen. Das pulverförmige Gemisch aus Uranverbindungen ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Brennelementen.

In dem Abkommen verpflichtet sich der Iran dazu, die Urananreicherung deutlich zurückzufahren und scharfe Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zuzulassen. Laut Atomabkommen darf der Iran nur 300 Kilogramm niedrig angereichertes Uran behalten, das für den Bau von Atombomben geeignet ist. Im Gegenzug werden die in dem Atomkonflikt verhängten Finanz- und Handelssanktionen schrittweise aufgehoben.