Bei Luftangriffen in Syrien ist nach Angaben der US-Regierung ein Anführer des "Islamischen Staats" (IS) mit direkten Verbindungen zu den Terroranschlägen von Paris getötet worden. Pentagon-Sprecher Colonel Steve Warren sagte in einer aus Bagdad übertragenen Pressekonferenz, Charaffe al-Muadan habe unmittelbar mit dem Planer der Anschläge in der französischen Hauptstadt, Abdelhamid Abaaoud, zusammengearbeitet. Außerdem sei al-Muadan mit Samy Amimour befreundet gewesen, der sich bei den Anschlägen in der Konzerthalle Bataclan in die Luft gesprengt hatte.

Al-Muadan war nach Angaben des Pentagon im August 2013 in das Bürgerkriegsland Syrien gegangen, nachdem in Frankreich ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet worden und er unter Kontrolle der Justiz gestellt worden sei. Er habe Angriffe auf den Westen geplant, sagte Warren. Er sei am 24. Dezember von der US-geführten Anti-IS-Koalition getötet worden.

Warren sagte, im Dezember seien neun weitere IS-Führer in Luftangriffen der Koalition getötet worden. Einer der getöteten IS-Kämpfer stamme aus Bangladesch, habe aber eine Zeit lang in Großbritannien gelebt und unter anderem für den IS Hackerangriffe getätigt. Die USA fliegen im Irak und in Syrien seit mehr als einem Jahr Luftangriffe gegen den IS. "Wir schlagen der Schlange auf ihr Haupt", sagte Warren. "Aber wir haben ihr noch nicht den Kopf abgetrennt, und sie hat immer noch Giftzähne."

Abdelhamid Abaaoud gilt als Planer der Anschläge von Paris. Er wurde bei einer Polizeiaktion im Pariser Stadtviertel Saint-Denis am 18. November getötet.