Bei einer Razzia hat die türkische Polizei in Ankara zwei mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen. Die beiden Männer werden verdächtigt, im Zentrum der Hauptstadt Ankara zur Silvesternacht Selbstmordanschläge geplant zu haben. Bei der Durchsuchung seien Sprengstoffwesten gefunden worden. 

 

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, die beiden Männer hätten Attentate an zwei verschiedenen Orten verüben wollen, darunter ein Einkaufszentrum. Ein hochrangiger Regierungsvertreter sagte, ein Angriffsziel sei der Kızılay-Platz im Zentrum der Hauptstadt gewesen. Auf dem Platz feiern in der Regel viele Menschen den Jahreswechsel. Ein Sprecher der Polizeiabteilung für Terrorismusbekämpfung in Ankara lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Türkei geht seit einem Doppelanschlag in Ankara mit mehr als hundert Toten verstärkt gegen Extremisten vor. Für den Angriff im Oktober, der als der schwerste Terroranschlag der jüngeren türkischen Geschichte gilt, wird der IS verantwortlich gemacht. Die Türkei und Syrien trennt eine etwa 900 Kilometer lange Grenze. Auf der syrischen Seite wird diese zum Teil vom IS kontrolliert.

Auch in anderen Ländern gelten zu Silvester erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. In Belgien wurden zwei Terrorverdächtige festgenommen, die ebenfalls unter Verdacht stehen, einen Anschlag geplant zu haben.