Der im Oktober zum Regierungschef gewählte Justin Trudeau wird damit ein Versprechen aus seinem Wahlkampf einlösen. In einer Rede in Ottawa kündigte er an, dass die entsprechenden Gesetze schon im Laufe des kommenden Jahres beschlossen werden sollen. Damit wird Kanada das erste Land aus der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7), das den Konsum von Marihuana straffrei macht.


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Trudeau hatte im Wahlkampf zugegeben, dass er auch selbst schon "fünf oder sechs Mal" Cannabis geraucht habe, darunter einmal im Jahr 2010, als er bereits im Parlament war.

Allerdings hatte eine liberale Vorgängerregierung im Jahr 2004 schon einmal versucht, den Konsum der Droge zu legalisieren und hatte dies letztlich vor allem auf Druck der USA aufgegeben. Inzwischen gibt es aber auch vier US-Bundesstaaten, die den Konsum von Cannabis erlaubt haben.

Bei der Parlamentswahl am 19. Oktober hatten die Liberalen die absolute Mehrheit erzielt, der konservative Premierminister Stephen Harper wurde nach neun Jahren abgewählt.

Der 43-jährige Trudeau ist der Sohn des früheren Premierministers Pierre Trudeau, der mit einer kurzen Unterbrechung von 1968 bis 1984 an der Spitze der Regierung stand. Der frühere Französischlehrer war 2008 als Abgeordneter ins Parlament eingezogen.