Ein Beobachter der OSZE inspiziert die Schäden an einer Schule durch Artilleriebeschuss in Donezk. ©James Sprankle/dpa

In dem ostukrainischen Dorf Kominternowe ist auf internationale Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geschossen worden. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt, die Beobachter zogen sich zurück. Kominternowe liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich von Mariupol. Die prorussischen Rebellen geben Truppen der ukrainischen Regierung die Schuld für den Angriff. Die Regierung in Kiew hat sich nicht zu dem Vorfall geäußert.

Trotz der vereinbarten Neujahrswaffenruhe kommt es immer wieder zu tödlichen Gefechten. Mindestens drei Menschen sollen getötet worden sein. Binnen 24 Stunden seien ein Soldat getötet und drei weitere verletzt worden, sagte ein Sprecher der ukrainischen Armee in Kiew. Eine ältere Frau sei von Granatsplittern getroffen worden und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Ein Rebellensprecher meldete einen weiteren getöteten Zivilisten.

Zentrum der jüngsten Kämpfe war nach Angaben des Armeesprechers der Ort Saitsewe, der etwa 55 Kilometer nördlich von Donezk liegt. Die Separatisten hätten Maschinengewehre, Granaten und Panzer gegen die Regierungstruppen eingesetzt.

Im Konflikt zwischen Kiews Militär und den Rebellen wurden laut den Vereinten Nationen seit April 2014 mehr als 9.000 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. Kiew und der Westen beschuldigen Moskau, die gegen die ukrainische Regierung kämpfenden Rebellen direkt militärisch zu unterstützen. Der Kreml weist die Vorwürfe zurück.