Der Republikaner George Pataki steigt aus dem Rennen um das Weiße Haus aus. Er sei bereit, seine Bewerbung um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat seiner Partei zurückzuziehen, kündigte der Ex-Gouverneur von New York an.

Pataki gilt als moderater Republikaner. Als Gouverneur führte er New York während der Terroranschläge vom 11. September 2001. Bei der Ankündigung seiner Bewerbung im Mai hatte er sich selbst als Außenseiter bezeichnet. Schließlich gelang Pataki es auch nicht, das Partei-Establishment hinter sich zu bringen. Es wandte sich bekannteren Bewerbern wie Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush und dem Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, zu.

In einer Umfrage unter Sympathisanten der Republikaner im Bundesstaat New Hampshire kam Pataki zuletzt auf weniger als einen Prozentpunkt Zustimmung. Seine Kampagne hatte auch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Ein Spender der Republikanischen Partei und Unterstützer Patakis, Earle I. Mack, sagte der New York Times, Pataki habe es in der aktuellen Lage mit seinen moderaten Positionen schwer gehabt.

Pataki war entschiedener Gegner von Donald Trump. Dieser sei für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten ungeeignet, sagte er. "Donald Trump ist der Nichtswisser-Kandidat des 21. Jahrhunderts und darf nicht unser Nominierter werden", sagte Pataki.

In Umfragen lag Trump zuletzt in Führung. Der Immobilienmagnat kündigte jetzt an, seine Ausgaben für den Wahlkampf zu erhöhen – auf mindestens zwei Millionen Dollar wöchentlich. Bei den Demokraten von Amtsinhaber Barack Obama gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin. Die Vorwahlen starten am 1. Februar im Bundesstaat Iowa.