Flüchtlinge in der Grenzregion zwischen Griechenland und Mazedonien. (nd) © Stoyan Nenov/Reuters

Die polnische Regierung ist bereit, in diesem Jahr 400 Flüchtlinge aufzunehmen. Diese sollten bei der Neuverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU ins Land kommen, sagte Ministerpräsidentin Beata Szydlo am Dienstag. Damit erkenne sie die Erklärungen der früheren Regierung an. Es müsse sich aber noch zeigen, ob überhaupt Flüchtlinge nach Polen wollten.

Szydlos liberale Vorgängerin Ewa Kopacz hatte zugesagt, binnen drei Jahren 7.000 Flüchtlinge in Polen aufzunehmen. Szydlos rechtskonservative Partei nannte diese Zusage nach der Regierungsübernahme falsch und erklärte, über die Zahl neu verhandeln zu wollen.

In der EU sollen 160.000 Flüchtlinge verteilt werden und damit nur einen Bruchteil der mehr als einer Million Zuwanderer, die im vergangenen Jahr in Europa Zuflucht gesucht haben.  Deutschland drängt darauf, dass die EU-Mitglieder in Osteuropa mehr Flüchtlinge aufnehmen.