Bei einem Angriff auf eine Luftwaffenbasis im nordindischen Punjab sind vier Bewaffnete und zwei Angehörige der Luftwaffe getötet worden. Wie die indischen Streitkräfte mitteilten, attackierte eine Gruppe mutmaßlicher Extremisten die Basis in den frühen Morgenstunden. Bei dem Überfall in der Nähe der pakistanischen Grenze seien fünf Angehörige der Luftwaffe verletzt worden.

Bei den Angreifern handele es sich um Angehörige der von Pakistan aus operierenden militanten islamischen Gruppe Jaish-e-Mohammad. Ziel der Attacke sei offenbar die Zerstörung von Kampfflugzeugen und Hubschraubern gewesen. Das hätten die Extremisten aber nicht geschafft. Soldaten durchkämmten nach dem Ende des Schusswechsels die Basis auf der Suche nach Terroristen, berichtete der indische Nachrichtensender NDTV.

Pathankot liegt 430 Kilometer nördlich von der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Die Stadt befindet sich an der Schnellstraße, die die von Aufständen heimgesuchten Bundesstaaten Jammu und Kaschmir mit dem Rest des Landes verbindet. Die Grenze zu Pakistan ist in der Nähe.

Berichten zufolge ähnelt der Angriff einem Vorfall in einer Grenzstadt in Punjab im vergangenen Jahr, bei dem neun Menschen getötet wurden. Indien hatte für diesen Überfall Aufständische verantwortlich gemacht, die von Pakistan eingedrungen seien.

Die jüngste Attacke könnte die Bemühungen erschweren, den politischen Dialog zwischen Pakistan und Indien wiederzubeleben. Vor gut einer Woche hatte Indiens Ministerpräsident Narendra Modi spontan Pakistan besucht, wo er mit dem pakistanischen Regierungschef Nawaz Sharif zusammentraf. Die beiden Länder verbindet eine jahrzehntelange Rivalität.