Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat den Tod des britischen Terroristen Mohammed Emwazi bei einem US-Luftangriff in Syrien bestätigt. Der als "Dschihadi John" bekannte Terrorist sei im November bei einem Drohnenangriff in Raka getötet worden, teilte der IS in einem Online-Propagandamagazin mit. Emwazis Auto sei bei dem Angriff zerstört worden, er selbst sei sofort tot gewesen.

Die US-Armee hatte bereits im November mitgeteilt, dass "Dschihadi John" wahrscheinlich bei einem Luftangriff in der IS-Hochburg Raka getötet worden sei. Es sei mit "angemessener Sicherheit" davon auszugehen, dass der 27-Jährige bei dem Drohnenangriff getötet wurde, sagte der im Irak stationierte Oberst Steven Warren damals. Der US-Fernsehsender Fox News hatte zuvor einen ranghohen US-Militärvertreter mit den Worten zitiert, die USA seien sich "zu 99 Prozent sicher, dass wir ihn erwischt haben".

Emwazi, ein in Kuwait geborener Brite mit irakischen Wurzeln, war in mehreren Videos der IS-Miliz zu sehen, wie er schwarz gekleidet und vermummt westliche Journalisten und Entwicklungshelfer enthauptete. Das erste Video vom August 2014 zeigte ihn, wie er den am Boden knieenden US-Journalisten James Foley hinrichtete. Zwei Wochen später enthauptete er den US-Journalisten Steven Sotloff.

Es folgten weitere Enthauptungsvideos, die im Westen zum Symbol für die Grausamkeit der IS-Dschihadisten in Syrien und im Irak wurden. Den Namen "Dschihadi John" gaben ihm westliche Geiseln, die ihren Geiselnehmern deren verschiedenen Akzenten nach die Vornahmen der Beatles – Paul, George, Ringo und eben John – gaben.