Beobachter der Vereinten Nationen sollen einen möglichen Friedensschluss Kolumbiens mit der marxistischen Guerillaorganisation Farc überwachen. Der UN-Sicherheitsrat stimmte am Montag für eine Resolution, die einen unbewaffneten Einsatz für zunächst zwölf Monate vorsieht. Ziel ist, die Waffenruhe sowie die Einstellung der Feindseligkeiten auf beiden Seiten zu kontrollieren.

In einem nächsten Schritt soll Generalsekretär Ban Ki Moon Vorschläge zu Größe und Details des Einsatzes in dem südamerikanischen Land machen. Nach Beginn soll Ban dem UN-Sicherheitsrat alle 90 Tage über den Fortschritt des Friedensprozesses berichten. Die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen hatten die UN um die Entsendung der Beobachter gebeten.

Beide Seiten verhandeln seit November 2012 auf Kuba über ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts. Die Friedensgespräche stehen nach Angaben beider Parteien kurz vor einem erfolgreichen Abschluss. Bis zum 23. März soll eine endgültige Friedensvereinbarung erzielt werden. In dem mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg kamen bislang über 220.000 Menschen ums Leben. Nach Syrien ist Kolumbien das Land mit den meisten Binnenflüchtlingen.

Großbritanniens UN-Botschafter Matthew Rycroft lobte die Regierung in Bogotá und die Farc-Rebellen für ihren Entschluss, das Problem von sich aus an die Vereinten Nationen heranzutragen. "Das kommt selten vor, und wir sollten es heute begrüßen." US-Botschafterin Samantha Power sagte, das höchste UN-Gremium beweise durch die Abstimmung seine Solidarität mit den Kolumbianern. Das Land erhält seit Jahren militärische und finanzielle Hilfe aus den USA im Kampf gegen den Drogenanbau und linke Guerillagruppen.