Bei Kämpfen in der Südosttürkei zwischen dem Militär und der PKK sind 16 Menschen gestorben. Die Armee bestätigte, dass sie in der Provinz Şırnak zehn Mitglieder der verbotenen Arbeiterpartei getötet habe. Ein Polizist sei dabei ums Leben gekommen, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Zudem seien zwei Soldaten gestorben, die am Sonntag in Diyarbakır verletzt worden waren.

Oppositionspolitiker der HDP sagten, dass in den Gebieten zudem drei Zivilisten gestorben seien. In Cizre hätten Sondereinheiten einen Mann erschossen, in Silopi sei ein 34-Jähriger von einem Scharfschützen getötet und eine Frau schwer verletzt worden.

In Diyarbakır ist den Angaben zufolge eine Frau gestorben, die unter den Trümmern eines mit Artillerie beschossen Hauses verschüttet war. In der Region gilt eine Ausgangssperre. Es ist nicht möglich, die Informationen unabhängig zu prüfen.

Seit Mitte Dezember hat die türkische Armee begonnen, die PKK militärisch zu bekämpfen. Bereits am Sonntag waren 29 Menschen getötet worden. Parallel begann die Justiz gegen kurdische Politiker zu ermitteln, die Autonomie für die türkischen Kurdengebiete gefordert hatten, darunter auch gegen die HDP-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş und Figen Yüksekdağ.