Bei einem Selbstmordanschlag in der syrischen Stadt Homs sind nach offiziellen Angaben mindestens 22 Menschen getötet worden. Ein Kontrollposten sei mit einer Autobombe angegriffen worden, sagte der Gouverneur der Stadt. Anschließend habe sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt.

Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Mindestens 30 Menschen seien getötet worden, teilte die Miliz mit. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind 15 Regimekämpfer und acht Zivilisten unter den Toten.

Homs war lange von Regimegegnern besetzt. Inzwischen wird es aber von der syrischen Armee kontrolliert. Die Explosionen ereigneten sich in einem vor allem von der religiösen Minderheit der Alawiten bewohnten Stadtteil. Zu dieser gehört auch Präsident Baschar al-Assad.

Am Freitag sollen Vermittler, die UN und die beteiligten Parteien in Genf über eine Friedenslösung und die politische Zukunft für Syrien verhandeln. Umstritten ist vor allem, welche Rolle Assad einnehmen soll. Streit gibt es auch um den Teilnehmerkreis. Die Türkei will die syrische Kurdenpartei PYD nicht am Tisch haben, weil diese der kurdischen Rebellenorganisation PKK nahesteht. Russland wiederum stemmt sich gegen eine Teilnahme radikalislamischer Fraktionen wie Ahrar al-Scham, die von Saudi-Arabien und der Türkei unterstützt werden.

Der einladende UN-Sondergesandte Staffan de Mistura solle sich bei der Einladung der Teilnehmer nicht von der Türkei oder anderen Staaten erpressen lassen, forderte Russlands Außenminister Sergej Lawrow.