Ein Flugzeug von Delta Airlines am New Yorker JFK Flughafen © Scott Eells/Bloomberg/Getty Images

Die US-Regierung verschärft die Visa-Vorschriften für europäische und andere Reisende, die in den vergangenen fünf Jahren im Iran, Irak, Sudan oder in Syrien gewesen sind. Anders als andere Bürger ihres Landes müssen sie von nun an ein Visum beantragen, um in die USA einreisen zu dürfen. Ausnahmen gebe es für bestimmte Berufsgruppen, etwa Journalisten, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Geschäftsleute.

Das Heimatschutzministerium in Washington erklärte, bei manchen Visa-Entscheidungen müsse von Fall zu Fall entschieden werden. Personen, denen die visumfreie Reise verwehrt werde, könnten immer noch ein Visum bei einer US-Botschaft in ihrem Heimatland beantragen.

Die Republikaner kritisierten die Regeln. "Die Obama-Regierung verstößt offenkundig gegen das Gesetz, ein Gesetz, das der Präsident selbst unterschrieben hat", sagte der republikanische Vorsitzende des Heimatschutzkomitees des Repräsentantenhauses, Michael McCaul. Der US-Präsident stelle seine Beziehung mit dem Obersten Führer des Iran erneut über die Sicherheit von US-Bürgern. Die Ausnahmen bei den Visa-Vorschriften seien vom Kongress bereits zurückgewiesen worden.

Neue Regeln im Rahmen des Visa-Waiver-Programms, die im Dezember vom Kongress bestätigt wurden, zielten darauf ab, Europäern die Einreise zu erschweren, die für die Terrormiliz "Islamischer Staat" gekämpft haben.

Der Irak und Syrien sind deshalb ausgewählt worden, weil der IS dort große Teile der Länder unter seine Kontrolle gebracht hat. Der Iran und der Sudan werden – wie Syrien auch – von den USA als staatliche Unterstützer von Terrorismus bezeichnet.

USA - Obama ruft zu Einigkeit und Stärke gegen Terrorismus auf In seiner Ansprache aus dem Oval Office sprach US-Präsident Barack Obama über das Attentat mit 14 Toten in San Bernardino. Er wolle entschlossen gegen Terrorismus vorgehen, sagte er und rief zur nationalen Einigkeit auf.