Die Tea-Party-Ikone Sarah Palin und Donald Trump in Iowa © Mark Kauzlarich/Reuters

Die frühere Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat ihre Unterstützung für den US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erklärt. "Ich bin stolz, Donald Trump als Kandidaten zu unterstüzen", teilte die ehemalige Gouverneurin von Alaska laut New York Times mit. Trump zeigte sich erfreut über die Hilfe seiner "Freundin", vor der er großen Respekt habe. Unter anderem sollen die beiden im Vorwahlkampf bei einer Veranstaltung der Republikaner an der Iowa State University auftreten.

Palin ist die bisher prominenteste Förderin des umstrittenen Milliardärs. Sie erklärte ihre Unterstützung knapp zwei Wochen vor den republikanischen Vorwahlen im US-Bundesstaat Iowa, wo Palin jahrelang ein Netzwerk für die Unterstützung ihrer Kandidatur als US-Vizepräsidentin aufgebaut hatte. Bei den Wahlen 2012 war sie selbst als Kandidatin der Republikaner im Gespräch, hatte sich aber wiederholt mit verbalen Ausrutschern für eine Kandidatur disqualifiziert.

Beobachter vermuten, dass sich Trump mit Palin in erster Linie Stimmen aus dem Lager der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung sichern will, um sich vom republikanischen Konkurrenzen Ted Cruz abzusetzen. Der Texaner bedient ebenfalls den äußersten rechten Rand der Republikaner und ist Trumps bisher aussichtsreichster Kontrahent.

US-Wahlkampf - Sarah Palin unterstützt Donald Trump Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Donald Trump eine Verbündete gefunden: Die ehemalige Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, unterstützt ihn.

Russland-Kennerin und Verbündete Nordkoreas

Ähnlich wie Trump machte Palin immer wieder mit seltsamen Äußerungen auf sich aufmerksam, die weit über die Grenzen der USA hinaus für Verwirrung und Gelächter sorgen. So gab sie im September 2008 an, sich auf Grund ihrer außenpolitischen Erfahrung als Präsidentin zu eignen. Schließlich liege Russland direkt hinter der Grenze Alaskas, das sie zu der Zeit regierte. Berühmt wurde auch ihre Forderung, die USA müssten zu ihren Verbündeten in Nordkorea stehen.

Palin, die nach eigenen Angaben keine Nachrichten liest, weil sie sie traurig machen, ist außerdem tief religiös, leugnet die Evolution und lehnt Abtreibungen sowie homosexuelle Ehen ab. Von Beginn an war sie Sprachrohr der strikt konservativen und populistischen Tea-Party-Bewegung. Vor Kurzem hat sie ein neues Buch mit dem Titel Sweet Freedom: A Devotional veröffentlicht. Darin beschreibt sie Meditationen, die auf Bibelstellen basieren.