Milliardär Donald Trump war bei der letzten TV-Debatte der Republikaner nicht dabei – seine Mitbewerber hatten zum Start nur Spott für ihn übrig. Ted Cruz, diesmal anstelle von Trump in der Mitte der Diskutierenden, imitierte den ruppigen Ton des in Umfragen führenden Rivalen zu Beginn der Debatte in Des Moines auf sarkastische Weise.

"Ich bin ein Wahnsinniger und jeder auf dieser Bühne ist dumm, fett und hässlich. Und Ben, du bist ein furchtbarer Chirurg", sagte er in Richtung des Neurochirurgen Ben Carson. Den anderen Bewerbern dankte er, aus Respekt vor den Wählern in Iowa zu der Fernsehdebatte erschienen zu sein.

Die Konkurrenz geizte ebenfalls nicht mit Sarkasmus. "In gewisser Weise vermisse ich Donald Trump", sagte etwa Jeb Bush, der regelmäßig Angriffsziel von Trump gewesen ist. Dieser sei für ihn "ein kleiner Teddybär" gewesen, fügte er an. Marco Rubio sagte, der Wahlkampf handele nicht von Donald Trump, sondern davon, die Demokratin Hillary Clinton davon abzuhalten, im November ins Weiße Haus gewählt zu werden. Inhaltlich drehte sich die Debatte dann unter anderem um den Umgang mit illegalen Immigranten.

Donald Trump hatte die Diskussion wegen aus seiner Sicht unfairer Berichterstattung des US-Nachrichtensenders Fox News boykottiert. Die Fehde geht auf die erste Fernsehdebatte der Republikaner zurück, als Moderatorin Megyn Kelly ihm frauenverachtende Aussagen aus der Vergangenheit vorhielt. Trump wurde danach ausfällig.

Am Tag der Debatte legte er noch nach und postete auf Twitter Fotos von Kelly aus einer Fotostrecke des Magazins GQ aus dem Jahr 2010. Dazu schrieb der Milliardär: "Sie kritisiert Trump dafür, dass er Frauen wie Objekte behandelt. Das Püppchen, das Präsidentschaftsfragen stellt."

Fox News erklärte inzwischen, dass Trump für seine Teilnahme an der Debatte fünf Millionen Dollar gefordert habe. Das Geld sei als Spende für Trumps Wohltätigkeitsorganisationen gedacht gewesen. Der Sender wies die Forderung zurück.

Trump hält eigene Veranstaltung ab

Eine Viertelstunde nach Beginn der Debatte in Des Moines trat Trump knapp fünf Kilometer entfernt bei einer von ihm organisierten Veranstaltung zur Unterstützung von Armeeveteranen auf. Der Milliardär sagte, Fox News habe ihn unfair behandelt.

"Wenn man schlecht behandelt wird, muss man für seine Rechte eintreten", so Trump. Genau so sei es auch mit dem Atomabkommen mit dem Iran. "Wir müssen für uns als Volk eintreten, und wir müssen für unser Land eintreten, wenn wir schlecht behandelt werden."

Iowa - Trump gegen Fox Während seine republikanischen Mitbewerber in einer TV-Debatte beim US-Fernsehsender Fox auftraten, sprach Trump auf einer eigenen Veranstaltung. Er hatte die Teilnahme abgesagt, da ihm die Moderatorin nicht passte.