Saudi-Arabien will Bodentruppen in den syrischen Bürgerkrieg entsenden. Sollten die übrigen Staaten des Anti-IS-Bündnisses einwilligen, seien die Soldaten sofort einsatzbereit, sagte der saudi-arabische Militärsprecher Ahmed Asiri. Noch im Februar ist ein Treffen der Verteidigungsminister der Koalition in Brüssel geplant, bei dem über das Angebot debattiert werden dürfte.

Saudi-Arabien fliegt bereits seit September 2014 als Teil des von den USA angeführten Bündnisses Luftangriffe auf den IS in Syrien. Jetzt sei man aber auch zu einem Bodeneinsatz gegen die Terrormiliz bereit, sagte Asiri. "Wir sind entschlossen, Daesch zu bekämpfen und zu besiegen", sagte Asiri. "Daesch" ist die arabische Abkürzung für den IS.

Zusätzlich zum internationalen Bündnis unter US-Führung hat Saudi-Arabien im Dezember ein neues Bündnis gegen den IS geschmiedet, dem 34 islamisch geprägte Staaten angehören. Die Türkei, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, der Libanon und Ägypten sind dabei; aber auch Krisenländer wie Jemen, Libyen und Mali. Unter der Führung Saudi-Arabiens fliegt dieses Bündnis ebenfalls Luftangriffe gegen den IS. Ein solches Engagement hatten die USA zuvor wiederholt von den Golfstaaten gefordert.

Der Einsatz internationaler Bodentruppen in Syrien gilt als unwahrscheinlich. Staaten wie die USA haben dies ausgeschlossen.

Erst gestern waren die Syrienfriedensgespräche in Genf ausgesetzt worden. Nach Einschätzung der USA scheiterten die Gespräche vor allem wegen einer neuen Bodenoffensive der Assad-Truppen, die von der russischen Luftwaffe unterstützt werden.